Donaufelderstrasse 99/3/R1

1210 Wien

Montag 07:00 – 13:00 Uhr  

Dienstag 10:00 – 17:00 Uhr  

Mittwoch 09:00 – 16:00 Uhr  

Freitag 08:00 – 13:00 Uhr  

+43 (1) 890 1004

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Rundum erstklassige Versorgung in allen Altersstufen

Ob Baby, Kleinkind oder Teenager in unserer Ordination wird mit moderner Technologie und ständiger Weiterbildung die beste Versorgung unserer Patienten gewährleistet. 
Unser Team nimmt an regelmäßigen Schulungen zu den Themen Hygiene und medizintechnischen Fortbildungen teil um aktuelle Erkenntnisse sofort in die Praxis zu übernehmen. 

Wir bieten Betreuung von akut erkrankten Kindern sowie chronisch kranker Kinder

Internes Labor

Blutbild und Entzündungswertbestimmung

In unserem ordinationseigenen Labor können wir Blutanalysen durchführen. Die Bestimmung des Entzündungswertes (CRP) und die Analyse des Blutbildes helfen bei der Diagnosestellung. Dafür sind nur einige Blutstropfen notwendig die über einen Fingerstich gewonnen werden.

Harnanalyse

Bei fiebernden Kindern wir den Harn auf Entzündungszeichen untersuchen. Die Harnanalyse  gibt uns weiters Aufschluss darüber ob ihr Kind an Diabetes Mellitus (Blutzuckererkrankung) erkrankt ist.

Rachenabstrich auf Streptokokken

Um eine Streptokokkeninfektion bei einer Halsentzündung festzustellen, können wir einen Rachenabstrich durchführen und in unserem Labor analysieren.

Mutter-Kind-Pass Untersuchung

Im Zuge der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen bewerten wir den Entwicklungsfortschritt und überprüfen den Gesundheitszustand. Dabei können auch die empfohlenen Impfungen durchgeführt werden. Wir halten alle Impfstoffe, die im österreichischen Impfprogramm empfohlen werden, direkt in unserer Ordination vorrätig.

Impfungen sind ein wichtiger Schutz vor schwerwiegenden, manchmal lebensbedrohlichen Krankheiten, daher empfehlen wir sie nachdrücklich. Die Entscheidung, ob Ihr Kind geimpft wird, liegt jedoch ganz bei Ihnen. Ich stehe Ihnen gerne beratend zur Seite, um Ihnen bei Ihrer Entscheidung zu helfen.

Hüftultraschall

Zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von möglichen Hüftproblemen führen wir im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen zwei Hüftultraschall-Untersuchungen durch – eine in der ersten Lebenswoche und eine weitere zwischen der 6. und 8. Lebenswoche.

Blutabnahme für das Österreichische Neugeborenen Screening Programm „PKU-Test“ oder „Fersenstich“

Im Zuge dieses Screenings werden Neugeborene auf seltene angeborene Krankheiten untersucht. Obwohl diese Krankheiten selten auftreten, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend für eine effektive Behandlung. Für den Test genügen lediglich ein paar Blutstropfen, die durch einen kleinen Stich in die Ferse gewonnen und auf eine Filterkarte getropft werden. Diese Karte wird dann von uns verschickt.

Untersuchungen & Therapien

Lungenfunktionstest

Ein einfacher Test bei dem die Kinder in ein Rohr blasen, hilft uns die Atemwege bei Atemproblemen oder chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma zu beurteilen.

EKG

Bei Herz- Kreislaufbeschwerden,  zur OP- und Sportfreigabe wird diese einfache Herzuntersuchung durchgeführt.

Operationsfreigabe

Sollte eine Operation für Ihr Kind geplant sein, sind in der Regel vorab Blutuntersuchungen (die Zuweisung erhalten Sie von uns) sowie eine ‚Pädiatrische OP-Freigabe‘ erforderlich, die wir gerne für ihr Kind durchführen können.

Sportfreigaben/ Sportatteste

Bei der Anmeldung neuer Mitglieder verlangen viele Sportvereine ein ärztliches Attest. Wir bieten gerne die dafür erforderlichen umfassenden Untersuchung für Ihr Kind an.

Hyposensibilisierungen

Es werden minimalste Mengen des allergieauslösenden Stoffs (Allergen) unter die Haut gespritzt, um das Immunsystem schrittweise daran zu gewöhnen. Dadurch lernt der Körper, das Allergen als weniger bedrohlich einzustufen, was letztlich zu ausbleibenden allergischen Reaktionen führt.

Zertifizierungen und Fortbildung

Diplome

ÖÄK- Zertifikat Sonographie Hüftsonographie

ÖÄK- Zertifikat DFP-Fortbildungsdiplom

ÖAK-Zertifikat Pädiatrische Pneumologie

IMPFUNGEN

Influenza- oder Grippeimpfung

Kostenfrei

Um eine Ansteckung zu verhindern, gibt es in Österreich einen Impfstoff, der ab dem 7. Lebensmonat verabreicht werden kann.

Die echte Grippe (Influenza) tritt vor allem in den Wintermonaten häufig auf. Die Übertragung des Erregers (Influenza-Virus) erfolgt durch Tröpfcheninfektion, etwa beim Niesen oder Husten.

Nach der Ansteckung treten innerhalb weniger Stunden bis zu drei Tagen Fieber (manchmal über 39 Grad), allgemeines Krankheitsgefühl, Kopf- und Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten, Halsentzündung und generelle Schwäche auf.

Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege oder des Herzens sind anfälliger für Komplikationen wie Lungen- oder Herzmuskelentzündungen.

Neben der herkömmlichen Impfung steht für Kinder ab dem 2. Lebensjahr auch ein nasaler Impfstoff zur Verfügung, der wie ein Nasenspray verabreicht wird.

FSME oder „Zeckenimpfung“

Kostenpflichtig

Die Impfung gegen FSME-Viren ist ab dem ersten Lebensjahr zugelassen. Je nach Risiko kann diese Impfung sogar schon ab dem 6. Lebensmonat erfolgen, wobei eine zusätzliche Impfdosis verabreicht wird.

FSME wird von Zecken übertragen und löst eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten aus. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Zecken, die in Österreich und vielen Nachbarländern vorkommen, halten sich in Wiesen und im Unterholz bis zu einer Höhe von 80 cm über dem Boden auf.

Die ersten Anzeichen einer Infektion ähneln einer Grippe. Etwa eine Woche später können starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Erbrechen und ein starkes Krankheitsgefühl auf eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute hinweisen.

Vor der Einführung der Impfung gab es jährlich etwa 700 Erkrankungsfälle, was die enorme Bedeutung und den Erfolg der Impfung unterstreicht.

Hepatitis A-Impfung

Kostenpflichtig

Die Immunisierung gegen Hepatitis A ist ab dem ersten Lebensjahr möglich.

Diese Krankheit wird durch verunreinigtes Trinkwasser, kontaminierte Lebensmittel oder durch Schmierinfektionen übertragen.

Die akute Phase kann mehrere Wochen bis Monate dauern und zeigt Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit und gelegentlich Gelbsucht mit dunklem Urin und hellem Stuhl.

Hepatitis A verläuft niemals chronisch und heilt normalerweise ohne Komplikationen aus. Kleinkinder zeigen oft milde oder gar keine Symptome.

Bei Erwachsenen kann die Erkrankung akut verlaufen und in schweren Fällen zu Leberversagen und Tod führen.

In Österreich ist das Hepatitis A-Virus aufgrund guter Hygienestandards selten anzutreffen, kann aber nach Reisen ins Ausland eingeschleppt werden.

Hepatitis B-Impfung

Kostenfrei

Die Immunisierung gegen Hepatitis B erfolgt bereits im Säuglingsalter mit der 6-Fach-Impfung. Zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr wird empfohlen, diese Impfung einmalig aufzufrischen.

HPV-Impfung- Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Kostenfrei ab dem 10. Lebensjahr 

Die Impfung wird für Mädchen und Jungen nach ihrem 9. Geburtstag empfohlen.

Humane Papillomaviren verursachen Genitalwarzen und verschiedene Krebsarten im Genitalbereich, wobei der häufigste Gebärmutterhalskrebs ist.

In Europa werden jährlich etwa 35.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs gemeldet, in Österreich sind es rund 500, und 30-50% der betroffenen Frauen sterben daran (eine der häufigsten Krebstodesursachen bei Frauen).

Eine HPV-Infektion kann bei 99,7% der erkrankten Frauen als Auslöser der Krebserkrankung nachgewiesen werden.

Die Übertragung erfolgt durch Hautkontakt im Genitalbereich, wobei Kondome keinen ausreichenden Schutz bieten.

Das Infektionsrisiko ist hoch: Im Laufe ihres Lebens infizieren sich etwa 75% aller Menschen mit HPV.

Die Impfung von Jungen ist wichtig, um sie vor Genitalwarzen und Karzinomen zu schützen und um die Übertragung der krebsauslösenden Viren zu unterbrechen.

Maser-Mumps-Röteln-Impfung

Kostenfrei

Masern

Masern sind eine gefährliche Infektionskrankheit, die häufig zu Lungen- und Gehirnentzündungen führt.

Etwa 25% der Fälle mit Gehirnentzündung enden tödlich, und ein Drittel der Überlebenden leidet an schwerwiegenden bleibenden Schäden. Als Spätfolge kann die SSPE, eine unheilbare Hirnentzündung, auftreten und tödlich verlaufen.

Mumps

Mumps ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die oft zu einer Entzündung der Ohrspeicheldrüsen führt.

Etwa 10% der Infizierten entwickeln eine Gehirnentzündung mit Symptomen wie Fieber und Erbrechen, die zu Hörverlust führen kann. Bei Knaben, die während oder nach der Pubertät an Mumps erkranken, kann es bei bis zu 30% zu einer Hodenentzündung mit Unfruchtbarkeit kommen.

Röteln

Eine Rötelinfektion verläuft mitunter ohne Symptome oder mit Fieber, Hautausschlag und geschwollenen Lymphknoten.

Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann jedoch schwerwiegende Missbildungen beim Embryo verursachen.

Die Rötelnimpfung trägt dazu bei, die Verbreitung des Rötelnvirus einzudämmen und das Risiko von Fehlbildungen bei Babys nicht geimpfter Frauen zu reduzieren.“

 
 
 

Eine Gratisimpfung steht auch für Erwachsene zur Verfügung.

Meningokokken Impfung

Meningokokken B kostenpflichtig

Meningokokken ACWY (10-13LJ) kostenfrei- vorher kostenpflichtig

Meningokokken C-als Einzelimpfung nicht mehr empfohlen

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachenraum ansiedeln und durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Die Erkrankung tritt häufig im ersten Lebensjahr sowie zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr auf.

Meningokokken verursachen sehr schnell hohes Fieber, Benommenheit, Nackensteifigkeit und punktuelle Hautveränderungen. Diese können die ersten Anzeichen für eine Blutvergiftung oder Gehirnhautentzündung sein.

Trotz intensiver Behandlung führt die Krankheit oft schnell zum Tod oder zu bleibenden Schäden wie neurologischen Ausfällen, Entwicklungsstörungen, Amputationen, Lähmungen, Krampfanfällen und Schwerhörigkeit.

In Österreich und Europa werden Meningokokken hauptsächlich durch die Serogruppen B, C und Y verursacht.

Meningokokken der Serogruppen ACWY spielen auch eine Rolle als Impfung für Reisen

Rotavirus-Impfung

Kostenfrei

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen und Brechdurchfälle.

Besonders betroffen sind Kinder zwischen 6 und 24 Monaten, wobei Säuglinge ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheiten haben.

Die Schluckimpfung wird bereits ab der 6. Lebenswoche empfohlen, um schwere Verläufe zu verhindern.

Rotaviren verursachen Schäden an der Darmschleimhaut. Etwa 1-3 Tage nach der Ansteckung treten wässrige Durchfälle, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber auf.

Ein massiver Flüssigkeitsverlust kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

 

Sechsfach-Impfung

Kostenfrei

Ab dem 3. Lebensmonat wird eine Schutzimpfung mit einem Sechsfach-Impfstoff empfohlen.

Dieser Kombinationsimpfstoff hat den Vorteil, dass er gleichzeitig gegen 6 verschiedene Krankheiten schützt und ihrem Baby somit viele einzelne Injektionen erspart.

Diphtherie

Diphtherie ist eine bakterielle Atemwegserkrankung, die anfänglich unspezifische Symptome zeigt und später zu lebensbedrohlicher Schwellung im Hals führen kann, die zum Ersticken führen kann. Schwere Spätfolgen betreffen vor allem das Herz und das Nervensystem, wobei 5-10% der Erkrankten sterben.

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Die Tetanus-Bakterien kommen im Erdreich weltweit vor und verursachen Muskelkrämpfe, die letztlich zum Tod führen können (Atemmuskellähmung)

Nach Schätzungen der WHO sind dies jährlich weltweit über eine Million Menschen.

Pertussis (Keuchhusten) Keuchhusten verläuft über Wochen bis Monate und zeigt Symptome wie Fieber, Schnupfen, Husten und Schwäche. Erwachsene können Überträger für Neugeborene sein, weshalb  eine regelmäßige Auffrischungsimpfung wichtig ist, um nicht geimpfte Neugeborene zu schützen.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Diese virale Krankheit beginnt mit Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, kann aber später zu Muskellähmungen führen, die lebenslang anhalten können.Bei der Erkrankung kann eine Hirnhautentzündung auftreten. 

Haemophilus influenzae B

Dieses Bakterium verursacht Atemwegsinfektionen und war vor der Impfung die Hauptursache für eitrige Hirnhautentzündungen bei Kindern.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine schwere Lebererkrankung und weltweit verbreitet. Sie kann zur Leberzirrhose, Leberkrebs und schließlich zum Tod führen. Aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr wird die Hepatitis-B-Impfung auch in Ländern mit niedriger Prävalenz empfohlen, um die Krankheit auszurotten.

 

Varizellen oder „Windpockenimpfung“-Impfung

Kostenpflichtig

Ab dem 9. Lebensmonat können Kinder gegen Varizellen geimpft werden, um sich vor dieser hochansteckenden Krankheit zu schützen.

Das Virus kann über Nasen-Rachen-Sekret und Bläscheninhalt von Erkrankten übertragen werden.

Typische Symptome sind juckende Bläschen am gesamten Körper. Es können jedoch auch Komplikationen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Eine Infektion während der Schwangerschaft kann ähnlich der Rötel-Embryopathie zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind führen. Frauen, die keine Varizellen hatten, wird daher dringend empfohlen, sich impfen zu lassen, um während der Schwangerschaft nicht zu erkranken.

Wichtig: Die Impfung ist während der Schwangerschaft nicht erlaubt!

Zudem sollten Kinder mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis), chronischen Nierenerkrankungen oder geplanter Organtransplantation unbedingt geimpft werden.

Pneumokokken Impfung

Kostenfrei

Ab dem 3. Lebensmonat wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

Pneumokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachenraum ansiedeln und von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (beim Sprechen, Husten oder Niesen) übertragen werden.

Eine Infektion mit Pneumokokken kann zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung und Hirnhautentzündung führen.

Die Behandlung mit Antibiotika ist nicht immer erfolgreich, und manchmal können bleibende Schäden wie Taubheit oder Hirnschäden auftreten. Jedes Jahr sterben auch in Österreich Menschen an den Folgen dieser Infektionen.

INFO & NOTFALL

Bei internistischen Problemen

Ambulanz Kinderabteilung Klinik Floridsdorf („KH Nord“)

Ambulanz Kinderabteilung Klinik Donaustadt („SMZ-Ost“)

Ambulanz Kinderabteilung Klinik Favoriten („Kaiser-Franz-Josef-Spital“)

Ambulanz Kinderabteilung Klinik Ottakring („Wilhelminenspital“)

Ambulanz St. Anna Kinderspital

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde (AKH Wien)

 

Bei chirurgischen Problemen

Ambulanz für Kinderchirurgie Universitätsklinik für Chirurgie (AKH Wien)

Ambulanz für Kinder- und Jugendchirurgie Klinik Donaustadt („SMZ Ost“)

Bei Brüchen oder Verletzungen

Ambulanz für Kinder- und Jugendchirurgie Klinik Donaustadt („SMZ Ost“)

Ambulanz für Unfallchirurgie Universitätsklinik für Chirurgie (AKH Wien)

Ambulanz für Orthopädie und Traumatologie Klinik Floridsdorf

Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus

Notrufe

Rund um die Uhr Gesundheitsberatung (1450)

Ärztenotdienst Wien (141)

Rettung Wien ( 144 )

Vergiftungszentrale Notruf ( 01 406 43 43 )

Apotheken Notdienst

 

WISSENSWERTES

Ernährungsplan bei Blähungen

Blähungen entstehen durch verschluckte Luft und Gase während der Verdauung, was zu einem aufgeblähten und verspannten Bauch führt und krampfartige Schmerzen verursacht.

Viele Säuglinge haben in den ersten Wochen und Monaten (Dreimonatskoliken) mit Blähungen zu kämpfen.

Um Linderung zu schaffen, können Bauchmassagen im Uhrzeigersinn oder das Bewegen der gebeugten Beine in Richtung des Bauches helfen. Wärme durch angewärmte Tücher oder ein Obstkernkissen kann ebenfalls Beschwerden lindern und das Kind beruhigen – jedoch sollten Gummi-Wärmflaschen vermieden werden.

Ein Bäuerchen nach dem Füttern verringert die Luft im Darm und kann so die Beschwerden mildern.

Es gibt Medikamente für Säuglinge, die Gasblasen im Darm auflösen und Krämpfe sowie Koliken lindern können.

Wenn Sie stillen, ist es ratsam, blähende Lebensmittel zu meiden. Dazu gehören Kohlgemüse (wie Brokkoli, Sauerkraut, Krautsalat), Lauchgewächse (wie Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblauch), Hülsenfrüchte (wie Bohnen, Linsen) und Steinobst (wie Pflaumen, Kirschen). Alternativ können Sie Zucchini, Auberginen, Salat, Pilze, Karotten, Kartoffeln und Spinat in Betracht ziehen.

Stilltees  können stillenden Müttern ebenfalls helfen.

Wenn Ihr Kind Flaschenmilch erhält, können Sie diese mit Stilltee anstelle von Wasser zubereiten.

Auch Kümmelzäpfchen oder Aqua Carminativa können Linderung bringen.

Um das Luftschlucken während des Trinkens zu minimieren, vermeiden Sie Schaumreste und achten Sie auf die richtige Saugergröße.

Ernährungsplan bei Eisenmangel

Eisen spielt eine entscheidende Rolle für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, und ist somit für die Sauerstoffversorgung im Körper essenziell.

Muttermilch enthält zwar kein übermäßig hohes Eisen, jedoch ist das darin enthaltene Eisen gut verwertbar.

Säuglingsnahrungen enthalten die benötigte Menge an Eisen.

Eisenreiche Lebensmittel sind:

  • Fleisch
  • Innereien
  • Eigelb
  • Fisch
  • Sojamehl, Hirse, Hafer
  • Linsen
  • Bohnen
  • Trockenfrüchte
  • Brokkoli, grüner Paprika
  • Grünes Blattgemüse wie Mangold, Fenchel, Rote Rüben, Kohlrabi
  • Gemüse- und Obstsäfte (z. B. Marillen, rote Trauben, Ribisel)

Etwa 5% des Eisens aus pflanzlicher Nahrung und ungefähr 20% aus tierischen Quellen werden vom Körper aufgenommen. Die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung kann gesteigert werden, wenn gleichzeitig Vitamin C eingenommen wird. Das findet sich beispielsweise in Zitrusfrüchten, Beeren, Kiwi, Paprika und Kartoffeln.

Ernährungsplan bei Magen-Darm-Infektion (Gastroenteritis)

In den meisten Fällen wird eine Magen-Darm-Infektion durch Viren verursacht, begleitet von Fieber, Erbrechen und Durchfall.

Der Schlüssel zur Behandlung liegt im Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts.

In den ersten 6-8 Stunden ist es wichtig, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Erst danach, wenn das starke Erbrechen nachlässt, sollte behutsam mit dem Wiederaufbau der Nahrung begonnen werden.

Um den Elektrolythaushalt auszugleichen, kann man einen Beutel Normolyt in 200 ml Wasser oder Tee auflösen und diese Lösung gekühlt schluckweise verabreichen (mit Löffel, Strohhalm, Flasche oder Glas) – dies entspricht der WHO-Trinklösung bei Durchfall.

Alternativ kann man folgendes Getränk leicht selbst herstellen:

  • 8 nicht gehäufte Teelöffel Zucker
  • ¾ Teelöffel Kochsalz
  • ½ Liter Orangensaft
  • ½ Liter Mineralwasser

Für etwa einen Tag sind Zwieback, Weißbrot, zerdrückte Banane, Apfelmus, Apfelkompott, Gemüsesuppe, Nudeln, Reis, Karotten und Kartoffeln zu empfehlen.

In den nächsten 2-3 Tagen können magere Milchprodukte (Joghurt 1% oder 3,6%, Topfen), mageres gekochtes oder gedünstetes Fleisch, leicht verdauliches Gemüse wie Karotten, Spinat, Zucchini, Kürbis sowie leicht gesüßte Speisen wie Apfelreis hinzugefügt werden.

Wenn die Nahrung behalten wird und sich der Zustand bessert, sollte rasch auf eine altersentsprechende Kost mit häufigen kleinen Mahlzeiten umgestellt werden, was wichtig für die Regeneration des Darms ist.

Um die gesunde Darmflora zu unterstützen, kann täglich ein Beutel Antibiophilus über den Tag verteilt gegeben werden.

Für Kleinkinder stehen keine Medikamente gegen Erbrechen zur Verfügung.

Bei leichtem Erbrechen sollte weiterhin gegessen werden, jedoch in kleinen Portionen über den Tag verteilt.

Kalte Getränke oder Speisen sind besser verträglich als warme, da sie den empfindlichen Magen weniger reizen und dadurch das Erbrechen seltener auslösen

Beikosteinführung

Ab dem 5. Lebensmonat (17. Lebenswoche) beginnt die Einführung von Beikost:

  • 3 bis 4 Milchmahlzeiten
  • 1 bis 2 Breimahlzeiten (ungefähr 150-200 g bzw. ml)

Es wird empfohlen, mittags mit Gemüse zu beginnen (Karotten, Pastinaken, Kürbis, Zucchini, Kartoffel) und nicht mehr als zwei neue Produkte pro Woche einzuführen. Danach kann 3 bis 4 Mal pro Woche Fleisch (Rind, Kalb, Huhn, Pute) hinzugefügt werden. Wenn das Mittagessen gut verträglich ist, kann am Nachmittag eine Milchmahlzeit durch Obstbrei (Apfel, Birne, Banane) ersetzt werden.

Sobald Breimahlzeiten die Milchmahlzeiten ersetzen, sollte zusätzlich abgekochtes Wasser oder ungesüßter Tee nach Bedarf angeboten werden (1 Löffel Brei -> 1 Löffel Wasser).

Ab dem 7. Lebensmonat trennen sich Essen und Trinken:

  • 2 bis 3 Milchmahlzeiten
  • 2 bis 3 Breimahlzeiten: mittags Gemüse- oder Fleischbrei, nachmittags Obstbrei

Abends kann die Milchmahlzeit durch Getreidebrei ersetzt werden.

Nun dürfen auch Brot, Kipferl, Biskotten ohne Zucker, Nudeln, usw. angeboten werden. 

Ab dem 13. Lebensmonat Familienkost

 

Ernährung bei Verstopfung

Ursachen für Verstopfung:

  • Unregelmäßiger Stuhlgang wegen Zeitmangel
  • Furcht vor Schmerzen beim Stuhlgang
  • Mangel an körperlicher Aktivität
  • Falsche Ernährungsgewohnheiten
  • Schnelles Essen
  • Große, schwerverdauliche Abendmahlzeiten
  • Nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Empfohlene Verhaltens- und Ernährungsänderungen:

  • Früh aufstehen für ein ausgewogenes Frühstück
  • Morgens auf nüchternen Magen ein Glas kaltes Wasser trinken
  • Regelmäßiges Toilettentraining zur gleichen Zeit täglich
  • Täglich frisches Obst, Gemüse als Rohkost oder gedünstet essen
  • Gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt, Sauerrahm, Topfen konsumieren
  • Ausreichend trinken, vorzugsweise Wasser, Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte
  • Ausreichend Bewegung, wie Radfahren oder Schwimmen, sowie im Alltag vermehrt zu Fuß gehen

Lebensmittelauswahl-Beispiele:

Gut:

Weizen- und Roggenbrot, Vollkornbrot, Naturreis, Vollkornteigwaren, Hirse, Polenta, Hülsenfrüchte, Obst wie Zwetschken, Marillen, Trauben, Beeren, Kompotte (außer Bananen), rohes Gemüse wie Karotten, Kohlrabi, Salate, Gurken, Tomaten, Trockenfrüchte (eingeweicht über Nacht), Wasser, Tee, stark verdünnte Säfte, naturtrübe Säfte

Schlecht:

Weißbrot, Semmeln, Striezel, Kipferl, Toastbrot, polierter Reis, Schokolade, Kakao, Süßigkeiten, stark gesalzene Lebensmittel wie Chips, Eistee, Kakao, Milch

Karies

Schon mit dem ersten Zähnchen beginnt die Zahnpflege, denn selbst das Milchgebiss beeinflusst die zweiten Zähne. Kariesbakterien können von den Milchzähnen auf die bleibenden Zähne übergehen, besonders bei den oberen Schneidezähnen.

Wie passiert das und wie können Sie vorbeugen?

Kariesbakterien lieben Zucker, der sie ernährt. Jede zuckerhaltige Mahlzeit oder Getränke bieten ihnen Nahrung. Kinder, die an Fläschchen nuckeln, umspülen ihre Zähne und Bakterien intensiver als beim Trinken aus Bechern. Diese süßen Getränke können den oberen Schneidezähnen erheblich schaden.

Deshalb sollten Fläschchen nur Milch, Wasser oder ungesüßten Tee enthalten, und es wäre ideal, den Einsatz von Fläschchen ab dem zweiten Lebensjahr zu reduzieren.

Doch auch ohne Fläschchen ist es wichtig, die Kariesbakterien mit möglichst wenig Zucker zu versorgen. Zucker hat suchtähnliche Wirkung.

Je später Ihr Kind Zucker bekommt, desto besser. Wenn Ihr Kind Saft trinken möchte, dann stark mit Wasser verdünnen.

Sie sind es, die die Getränke für Ihr Kind vorbereiten.

Ein Tipp zum Orangensaft: Er enthält neben Zucker auch viel Säure, die den Zahnschmelz schädigen kann. Auch hier hilft das Verdünnen mit Wasser.

Natürlich steckt Zucker nicht nur in Getränken, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln. In den ersten Jahren bestimmen Sie, wie viel Süßes Ihr Kind isst.

Zucker ist Teil unseres Lebens, deshalb ist es wichtig, die Zähne von Anfang an zu pflegen.

Viele Kinder wollen schon bald alleine putzen – das ist großartig. Doch in den ersten acht Jahren ist es wichtig, dass Erwachsene mindestens einmal täglich nachputzen.

Ab dem ersten Milchzahn sollte eine spezielle Baby Zahnpasta mit 500 ppm Fluorid verwendet werden, ab dem 2. Geburtstag eine Kinder-Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid.

Vorgehen nach Zeckenstich

Zeckenbisse bei Ungeimpften oder innerhalb von 2 Wochen nach der ersten Teilimpfung erfordern eine Wartezeit von 4 Wochen vor einer Impfung.

Falls der Zeckenbiss mehr als 14 Tage nach der ersten Impfung auftritt, ist innerhalb von 48 Stunden die zweite Teilimpfung möglich. Verpasst man diese Frist, müssen wieder 4 Wochen gewartet werden.

Nach der zweiten Teilimpfung bietet der Schutz nahezu 100%, daher wird selbst nach einem Zeckenstich im vorgeschriebenen Intervall nicht zusätzlich geimpft.

Borreliose

Zecken übertragen neben dem Frühsommer-Meningo-Enzephalitis-Erreger auch Bakterien, die Borreliose verursachen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt mit der Saugdauer der Zecke.

Eine schnelle Zeckenentfernung ist daher entscheidend, am besten mit einer Pinzette oder Nassrasierer.

Beobachten Sie die Einstichstelle 3 Wochen nach dem Zeckenbiss auf eine mögliche ringförmige Rötung.

Symptome einer Infektion können geschwollene Lymphknoten, Fieber und Gelenkschmerzen sein.

Borreliose ist mit Antibiotika gut behandelbar, vor allem bei frühzeitiger Erkennung mit geringen Folgen.

Die FSME-Impfung bietet jedoch keinen Schutz vor Borreliose!